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7 Gewohnheiten extrem effizienter Simulationsexperten

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Machen Sie Simulationen zur Brücke zwischen dem Klassenzimmer und dem realen Klinikalltag.

Der Einsatz von Simulationen hat viele Vorteile. Egal, ob Sie in einer simulierten Notaufnahme oder einer Intensiv- bzw. Geburtsstation trainieren – Simulationen vermitteln in hohem Maße Wissen und Erfahrung, ohne dabei Patienten oder Mitarbeiter zu gefährden. Experimentelles Lernen ist für Heilberufler das A und O, aber nur für einen kleinen Personenkreis zugänglich.

Für Institutionen, die die Vorteile der Implementierung eines Simulationstrainings erkennen, sind hier sieben Geheimnisse für den Start eines effektiven Programms.

 

1. Gehen Sie vom Ergebnis aus

Simulationen erfordern zwar einige komplexe Gerätschaften, aber das ist kein Grund, den Prozess unnötig kompliziert zu machen, wenn es um die Entwicklung eines Simulationstrainings geht. Sorgfältig formulierte Lernziele verhindern Irritationen und zukünftige Nachbesserungen. Und was noch wichtiger ist: Sie erleichtern das Erwartungs- und Ressourcenmanagement.1

Egal, wie gut Ihr Modell ist, wenn Sie die Erwartungen Ihrer Zielpersonen nicht erfüllen, werden Sie die Früchte Ihrer Arbeit vermutlich niemals ernten.

Aust, S., Ensuring a Successful Simulation Modeling Project, Quality Digest

2. Bleiben Sie Ihren Lernzielen treu

Ist Ihr Lernziel beispielsweise die grundlegende Beherrschung der cardiopulmonalen Reanimation (CPR), brauchen Sie kein komplexes Simulationsszenario mit defekten Geräten oder einer brennenden Notaufnahme. Um fokussiert zu bleiben, sollten Sie alle Entscheidungen mit Ihren definierten Lernzielen abgleichen. "Ist diese Funktion hinsichtlich unserer Ziele sinnvoll oder kontraproduktiv?"

3. Vermitteln Sie die Umsetzung des Gelernten im Alltag

Ausbilder müssen exakt kommunizieren, inwiefern das Simulationstraining auf die Arbeit mit echten Patienten zu übertragen ist. Dies stärkt neben dem Zielbewusstsein die Lernbereitschaft und den Lernerfolg.

Erwarten Sie von Ihren Schülern die Durchführung einer Herzfunktionsprüfung, erklären Sie, was das bedeutet. Sollen sie die Herzgeräusche des Patienten abhören, sein EKG auswerten und/oder eine Anamnese aller Vorerkrankungen und verabreichten Medikamente erstellen? Da möglicherweise jeder Ausbilder andere Erwartungen hat, sorgen präzise Zielvorgaben für Klarheit.2

4. Nutzen Sie die Macht schneller Erfolge

Simulationsexperten wissen, dass die Kapitalrendite (ROI) das A und O für jede Simulation ist – und zwar je schneller, desto besser. Typischerweise zeigen sie anhand des Kirkpatrick-Modells, inwiefern das Simulationstraining die nötigen Investitionen rechtfertigt: 3

Die Aussicht auf schnelle Erfolge stärkt das Engagement, die Begeisterung und die Moral von Aktionären. Ferner lässt sich über den Zusammenhang von Mitarbeiterengagement und ROI der unmittelbare praktische Nutzen von Simulationen aufzeigen.

5. Denken Sie fakultätsorientiert

Im Gegensatz zur traditionellen, lehrerzentrierten Klassenzimmer-Situation steht bei der Simulation der Schüler im Mittelpunkt, und der Lehrer nimmt hinsichtlich des Lernprozesses lediglich eine begleitende Rolle ein.4 Diese andere Form des Lernens erfordert auch eine andere Form des Lehrens. Die Entwicklung der Fähigkeiten eines Schülers ist daher das A und O aller effektiven Simulationsprogramme.

6. Gewähren Sie Raum zur Selbstreflexion

Um eine erfolgreiche Debriefing-Situation zu schaffen, richten Sie diese an den zuvor definierten Lernzielen aus. Haben Sie Letztere gut formuliert – beispielsweise hinsichtlich einer bestimmten Technik oder eines Teamwork-Aspekts – können Sie im Rahmen des Debriefings die Leistungen des Schülers mit den Zielvorgaben abgleichen und Schritte zur Überwindung möglicher Diskrepanzen einleiten.

7. Definieren Sie die Art des Leistungsmanagements

Auf Metriken basierende Simulationen gewährleisten, dass Ihre Trainingssitzungen mehr sind, als simulierte klinische "Erlebnisse", da alle Fortschritte objektiv bewertet werden können. Sie müssen also möglichst genau festlegen, was bewertet wird und wie diese Bewertung erfolgt.

Das Training sollte sich auf den eigentlichen Arbeitsablauf und die Reihenfolge der einzelnen Schritte konzentrieren, gleichzeitig aber Fehler minimieren oder – idealerweise – beseitigen.5

 

Nutzen Sie für Ihre Simulationen die besten Trainingsmodelle

Simulationen kosten Zeit, Geld und Ressourcen, aber der Lernzuwachs Ihrer Auszubildenden ist unbezahlbar. Durch den Einsatz der besten Trainingsmodelle wegweisender Simulationsexperten können Sie ein Simulationsprogramm entwickeln, das sich über Jahre hinweg bezahlt macht.

Literaturhinweise

1. Aust, S., Ensuring a Successful Simulation Modeling Project, Quality Digest, http://www.qualitydigest.com/ nov00/html/simulation.html
2. NetCE, Teaching Healthcare Professionals Using Simulation, (2015), http://www.netce.com/coursecontent. php?courseid=1180
3. Kirkpatrick, J. and Kirkpatrick, W., An introduction to the new work Kirkpatrick model. (2015) The One and Only Kirkpatrick, www.kirkpatrickpartners.com
4. Jeffries, P., A Framework for Designing, Implementing and Evaluating: Simulations Used as Teaching Strategies in Nursing, Nursing Education Perspectives, März/April Band. 26 Nr. 2
5. Gallagher, A., Metric-based simulation training to proficiency in medical education: What it is and how to do it, (2012), 81(3): p 107–113